10 Jahre - 10 Geschichten
Ein Jubiläum lebt von den Menschen, die es gemeinsam mit Leben füllen. Seit 10 Jahren gestalten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren gemeinsamen Weg – mit Kompetenz, Herz und Persönlichkeit.
In unserer Interviewreihe "10 Jahre - 10 Geschichten" stellen wir zehn von ihnen vor. Sie erzählen von ihren Anfängen, besonderen Momenten, Veränderungen und davon, was unser Klinikum für sie ausmacht. So entsteht ein ganz persönlicher Blick auf ein Jahrzehnt voller Entwicklung, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge.
Das aufgeregte Gefühl, welches Nico Schindehütte an seinem ersten Tag im Klinikum verspürt hat, ist ihm bis heute im Gedächtnis geblieben. Auf der Suche nach einer pflegerischen Ausbildungsstätte fiel seine Wahl damals auf das NZN, aufgrund des überregional renommierten Rufes. Damals noch in Kassel wohnhaft, war ihm Hann. Münden durch viele Besuche bereits vertraut.
Was Nico von seinem ersten Tag an besonders begeisterte und seine Motivation bis heute hochhält, ist das außergewöhnliche Miteinander innerhalb der Belegschaft. Sein Arbeitsalltag ist geprägt von flachen Hierarchien und einem spürbar familiären Umgangston. In einer Umgebung, in der sich fast alle persönlich kennen - häufig bereits seit der gemeinsamen Zeit in der Ausbildung -, ist ein tiefes Vertrauensverhältnis gewachsen. Diese Verbundenheit reicht weit über das rein Fachliche hinaus.
"Wir begegnen uns stets auf Augenhöhe und aus Kollegen sind über die Jahre Freundschaften entstanden. Das vereinfacht die Bewältigung unseres emotional und körperlich fordernden Schichtdienstes erheblich."
In seinem anspruchsvollen Arbeitsumfeld auf der Intensivstation wird Nico fast täglich mit Situationen konfrontiert, die ihn emotional tief berühren. Eine ganz bestimmte Patientengeschichte hat sich dabei dauerhaft in sein Gedächtnis eingeprägt: Nach einer erfolgreichen Wiederbelebung war ein Patient über einen sehr langen Zeitraum auf die intensivmedizinische Betreuung des Teams angewiesen. Nach vielen bangen Wochen stabilisierte sich sein Zustand so weit, dass er schließlich in eine Rehabilitationseinrichtung überwiesen werden konnte. Die Überraschung und die Freude auf der Station waren riesig, als derselbe Mann einige Monate später unerwartet wieder vor dem Team stand. Er kam auf eigenen Beinen, vollständig genesen und voller Dankbarkeit zurück, um dem gesamten Team als Wertschätzung einen riesigen Obstkorb zu überreichen.
Über die vielen Jahre hinweg, hat Nico nicht nur seine berufliche Erfüllung und Bestimmung gefunden, sondern auch viele persönliche Bindungen geknüpft. Die Tatsache, dass aus reinen Arbeitskollegen im Laufe der Zeit wahre Freunde wurden, schweißt das gesamte Team auf eine ganz besondere Weise zusammen. Diese unschätzbare Gemeinschaft gibt ihm auch an stressigen Tagen, an denen hoher Zeitdruck und Hektik herrschen, den nötigen Rückhalt. Wenn er nun auf die vergangenen Jahre zurückblickt, empfindet er in erster Linie eine tiefe Dankbarkeit für diese Entwicklung. Nico ist sich sicher, dass er im Klinikum weit mehr als nur eine krisensichere Anstellung gefunden hat - es ist für ihn zu einem echten beruflichen Zuhause und einer zweiten Familie geworden.
Mit Blick auf all die Erlebnisse, Begegnungen und Entwicklungen sagt Nico heute voller Stolz:
"Das KHM eine unvergessliche Zeit."

