10 Jahre - 10 Geschichten
Ein Jubiläum lebt von den Menschen, die es gemeinsam mit Leben füllen. Seit 10 Jahren gestalten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren gemeinsamen Weg – mit Kompetenz, Herz und Persönlichkeit.
In unserer Interviewreihe "10 Jahre - 10 Geschichten" stellen wir zehn von ihnen vor. Sie erzählen von ihren Anfängen, besonderen Momenten, Veränderungen und davon, was unser Klinikum für sie ausmacht. So entsteht ein ganz persönlicher Blick auf ein Jahrzehnt voller Entwicklung, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge.
In unserer März-Geschichte stellen wir euch unsere liebe Kollegin Kerstin Dochow vor – vielen auch als „Lady Di“ bekannt. Gestartet hat sie damals in der Buchhaltung, heute ist sie als Assistentin der Geschäftsführung tätig.
An ihren ersten Tag im Klinikum (damals im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen) erinnert sich Kerstin noch heute erstaunlich lebendig - oder vielmehr an den Moment, der alles ins Rollen brachte. Es war Ende Mai 1993, viel zu früh zum Vorstellungsgespräch erschienen, wartete sie auf dem damaligen "Waldparkplatz", wo heute ein Parkhaus steht. Mit ihrem Hund saß sie in der Sonne, umgeben von einer fast schon ungewohnten Stille - kein Auto, kein Kommen und Gehen, einfach Ruhe. Ein Bild, welches sich eingeprägt hat.
Als Kerstin schließlich am 01. Juli 1993 ihren Dienst in der Buchhaltung antrat, war vieles noch überschaubar:
"Es waren drei Mitarbeiterinnen, eine davon kurz vor dem Mutterschutz – meine Stelle. Gleich zu Beginn wartete eine Aufgabe, die heute fast nostalgisch wirkt: den eigenen Arbeitsplatz selbst organisieren. Also erstellte ich eine Liste, ging ins Zentrallager und holte mir alles, was ich für den Start brauchte. Die Einarbeitung verlief ruhig, fast entschleunigt – von Hektik keine Spur."
Dass sie überhaupt im Klinikum (damals das Nephrologische Zentrum Niedersachsen) landete, war eher dem Zufall geschuldet. Damals noch im Landkreis Gifhorn lebend, zog es sie aus privaten Gründen in den Raum Kassel. Eine Zeitung, ein Stellenangebot, eine Bewerbung – und plötzlich war sie da. Die ursprünglich auf drei Jahre befristete Stelle entwickelte sich zu einer beeindruckenden Konstante in ihrem Leben: Im kommenden Sommer werden es 33 Jahre sein.
Was Kerstin bis heute besonders schätzt, ist die Zusammenarbeit. Vor allem innerhalb der Verwaltung beschreibt sie diese als „ein Träumchen“. Doch auch bereichsübergreifend habe sich vieles zum Positiven entwickelt. Ihr persönliches Erfolgsrezept dafür ist so einfach wie wirkungsvoll: Freundlichkeit.
In mehr als drei Jahrzehnten sammeln sich natürlich zahlreiche Begegnungen – mit Kolleginnen, Kollegen und auch Patientinnen und Patienten. Einige davon sind unvergessen:
"Einer war gerade vor kurzem: Nach meinem Urlaub kamen alle Mitarbeiter aus ihren Büros, um mir zu meinem gewesenen runden Geburtstag zu gratulieren, bevor ich überhaupt im Büro ankam. War sehr ergreifend"
Rückblickend haben sich vor allem die eigenen Aufgabenfelder immer wieder gewandelt. Von der Buchhaltung über Stationen in der Personalabteilung und im Transplantations-Büro bis hin zur erneuten Tätigkeit in der Verwaltung – heute nah an der Geschäftsführung – war ihr beruflicher Weg im Klinikum alles andere als eintönig. Auch strukturell hat sich viel verändert: Während es früher einen Geschäftsführer über Jahre gab, hat sie in den letzten zehn Jahren gleich mehrere kommen und gehen sehen – bei gleichzeitig erstaunlicher Konstanz an anderer Stelle.
Und doch gibt es etwas, das über all die Jahre gleichgeblieben ist: das Gefühl, nicht allein zu sein. Ob bei beruflichen Herausforderungen oder auch in privaten Situationen – Unterstützung durch Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte war immer da. Für sie alles andere als selbstverständlich.
Neuen Kolleginnen und Kollegen gibt sie augenzwinkernd mit auf den Weg: stark bleiben – die Bürokratie werde am Ende wohl siegen.
Ihre Zeit im Klinikum in einem Buchtitel zusammengefasst, ist dieser ebenso treffend wie augenzwinkernd:
„Vom NZN zum Klinikum – dem Krankenhaus am Rande der Stadt.“



