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10 Jahre - 10 Geschichten

Ein Jubiläum lebt von den Menschen, die es gemeinsam mit Leben füllen. Seit 10 Jahren gestalten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren gemeinsamen Weg – mit Kompetenz, Herz und Persönlichkeit.

29.05.2026

In unserer Interviewreihe "10 Jahre - 10 Geschichten" stellen wir zehn von ihnen vor. Sie erzählen von ihren Anfängen, besonderen Momenten, Veränderungen und davon, was unser Klinikum für sie ausmacht. So entsteht ein ganz persönlicher Blick auf ein Jahrzehnt voller Entwicklung, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge.

Unsere Mai-Ausgabe ist unserem Personalleiter Frank Konetzny gewidmet. Frank gehört seit 2001 zum KHM-Team und ist seitdem auch als Personalleiter tätig.

Franks erster Tag, damals noch im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN), war im Jahr 2001. Der allererste Gang zu den roten Fahrstühlen, die bis heute noch in Betrieb sind, fühlte sich damals seltsam an. Natürlich war dort die übliche Aufregung, die man spürt, wenn man einen neuen Job antritt. Diese wurde jedoch von persönlichen Erinnerungen in den Hintergrund gedrängt. Viele Jahre zuvor hatte das Krankenhaus ihn bereits begleitet, denn seine Mutter war in seinen Kindheitstagen jahrelang selbst Patientin im NZN.

Vor seiner Zeit im NZN hat er im Rheinland gearbeitet, in der Nähe von Köln. 2001 führte ihn die Liebe in die Heimat zurück. Er bewarb sich auf zwei Stellen und die Wahl fiel damals auf das NZN. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht fügte er noch hinzu:

„Ich war jung und brauchte das Geld“.

Im Personalbereich fand er schließlich genau das, was er bis heute an seiner Arbeit sehr schätzt: die Zusammenarbeit mit Menschen. Jeden Tag begegnen ihm neue persönliche Fügungen sowie auch manche Schicksale - manche berührend und manche kurios, manche mit wertvollen Erfahrungen. Vieles davon wird er immer in Erinnerung behalten, auch wenn vieles davon nie erzählt werden darf. Langweilig wurde es jedenfalls nie. Und genau das ist das Besondere: kein Tag gleicht dem anderen.

Dabei ist für Frank stets entscheidend, wie man miteinander umgeht. Hierarchien spielen für ihn im täglichen Umgang nur eine Nebenrolle. Entscheidend ist den Menschen auf Augenhöhe mit Respekt zu begegnen — unabhängig davon, welche Position sie innehaben. Insbesondere diese Nähe zu den Kolleginnen und Kollegen hat seine Zeit im Klinikum geprägt.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich vieles verändert.

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung“,

zitiert er den griechischen Philosophen Heraklit. Politische Entscheidungen, gesellschaftlicher Wandel, neue Herausforderungen — all das hat den Klinik- bzw. Arbeitsalltag stark beeinflusst. Besonders die Corona-Pandemie hat ihm gezeigt, wie sehr sich das gesellschaftliche Miteinander verändert hat. So zeigen sich seiner Ansicht nach im Berufsalltag eine gewisse "soziale Erschöpfung", stärekere Polarisierung und ein spürbarer Verlust an Vertrauen und Gemeinschaft. Gleichzeitig ist die Belegschaft vielfältiger geworden, durch neue Kulturen sind auch neue Perspektiven hinzugekommen. Doch das Gefühl von Beständigkeit, das früher oft selbstverständlich war, ist ein Stück weit verloren gegangen.

Und trotzdem gibt es Dinge, die geblieben sind. Der Wecker klingelt noch immer jeden Morgen um sechs Uhr. Und jeder Tag beginnt neu. Vielleicht ist genau das das Geheimnis nach all den Jahren: nie zu vergessen, dass jeder neue Tag neue Begegnungen, neue Geschichten und neue Herausforderungen bereithält.

Wenn er neuen Kolleginnen und Kollegen heute etwas mit auf den Weg geben könnte, dann vor allem eins: Menschlichkeit bewahren und sich gegenseitig zu unterstützen. Für ihn lässt sich das am besten mit Fußball erklären - als bekennender, wenn auch gezwungener Bayernfan. Eine Mannschaft funktioniert nur dann wirklich gut, wenn einer für den anderen einsteht. Wenn jemand den Ball verliert und ein anderer ihn zurückerkämpft. Genauso sollte es auch im Unternehmen sein: gemeinsam statt gegeneinander.

Seine eigene Geschichte im Klinikum würde er heute wohl schlicht nennen:

„Ein Vierteljahrhundert mitgestalten.“

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